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Emulgatoren, Gelbildner & Peelinggranulate

Emulgatoren und Gelbildner sind in der selbst gerührten Kosmetik natürliche, aus Pflanzen gewonnene Hilfsstoffe, um kosmetische Formulierungen herzustellen. Bei der Auswahl der Emulgatoren kommt es auf das Verhältnis Ölphase zu Wasserphase und den verwendeten Inhaltsstoffen der Ölphase an.

Emulgatoren

In der selbst gerührten Kosmetik werden Emulgatoren als Hilfen verwendet, um nicht mischbare Flüssigkeiten (Wasser- und Ölphase) zu einer Emulsion zu vermengen, schwer lösliche Stoffe zu benetzen oder eine Suspension zu stabilisieren.

Emulgatoren sind Substanzen mit fettliebenden und wasserliebenden Molekülteilen – dies ermöglicht eine stabile Zusammenführung von Fetten und Wasser.

Sie haben selbst hautpflegende Eigenschaften, geben zusätzlich Konsistenz, ermöglichen ein rasches Einziehen der Formulierung in die Haut und halten die Emulsion stabil.
Im Unterschied zu konventionellen, industriell hergestellten Emulgatoren, die meist mineralölbasiert und synthetisch sind, arbeiten wir in der selbst gerührten Kosmetik mit naturkosmetischen Emulgatoren, die zum großen Teil auf pflanzlichen Fetten und Lecithinen basieren.


Gelbildner

Gelbildner werden benötigt, um ein stabiles, feuchtigkeitsspendendes Gel herzustellen, welches dann die Basis für Duschgele, Shampoos, Reinigungslotionen ist.

Gelbildner werden oft auch als Verdickungsmittel, Konsistenzregler, Dickungsmittel oder Bindemittel bezeichnet - all diese Gruppen werden bei uns als Gelbildner zusammengefasst.
Sie werden einer wässrigen Formulierung zugesetzt, um die Viskosität zu erhöhen, die Wasserphase einer kosmetischen Formulierung zu stabilisieren oder bilden die Basis für wasserbasierte Gele, die dann weiterverarbeitet werden.

So fungieren Gelbildner als konsistenzgebende und stabilisierende Komponenten in "leichten" Formulierungen mit einem erhöhten Wasseranteil (z.B. sommerliche Gesichtsfluids, leichte Körperlotionen, Seren und schnell einziehende After-Sun-Formulierungen).

Dies können sein: Agar-Agar, Pektine, Carageen, Cellulose, Silica (Kieselsäure), Natriumchlorid, Xanthan, Guarkernmehl, Cosphaderm®, Natrosol® & viele anderen mehr.


Bei den Gelbildnern unterscheidet man zwei Gruppen:


1. Gelbildner für wasserbasierte Gele

Bei dieser Art von kosmetischen Formulierungen wird ein Hydrolat (oder destilliertes Wasser) mit Hilfe eines Gelbildners (z.B. Xanthan, Guarkernmehl oder PNC400) zu einem Gel gemacht. Dabei wird das Hydrolat auf ca. 60°C erhitzt und der Gelbildner nach Wahl hochtourig eingearbeitet. Innerhalb von 2-3 Minuten entsteht dann ein Gel und kann weiterverarbeitet werden.

Solche Gele benötigt man für Waschgele, Körperreinigungsgele, Handwaschgele, Haarshampoos, Duschgele, Körpergele, After-Sun-Gele, Handgele etc.

2. Gelbildner für ölbasierte Gele

Bei ölbasierten Gelen sind die Basis ein oder mehrere Pflanzenöle, die wiederum mit Hilfe eines Gelbildners (in diesem Fall Ceralan, ein modifiziertes Bienenwachs) zu einem Gel gemacht werden. Dabei wird das Ceralan gemeinsam mit dem Pflanzenöl in einem Feuerglas geschmolzen und noch heiß abgefüllt. Beim Erkalten bildet sich dann die gelartige Konsistenz aus.

Diese Gele stellt man her für Sonnenölgele, Gesichts- und Körperölgele, Pflegegele, Abschminkgele uvm.

Diese sind zum Beispiel: Ceralan, Dermofeel Viscolid®


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